Gradierwerk (Saline nr. 10)

Das Bad Orber Gradierwerk ist die letzte von ehemals 10 solcher Bauten auf der Fläche (12 Hektar) des jetzigen Kurparks, welche zur Salzgewinnung dienten. Das Wasser aus den Bad Orber mineralischen Quellen, fliest hier über das Reisiggeflecht (Schwarzdorn) und verdunstet. So wurde es früher zur Brennholzersparnis  auf dem heutigen Kurparkgelände durch die 10 Gradierwerke geleitet und gradiert (eingedickt), bis es dann in Sudpfannen schlussendlich ausgekocht wurde. Schon im 19. Jahrhundert war die gesundheitliche Wirkung auf Atemwegerkrankungen bekannt. Durch die Kühle der Verdunstung und der Salzkristale wird ein Klima geschaffen, ähnlich dem Meeresstrand. Mit dem erwachen des Kurbetriebs Anfang des 20. Jahrhunderts suchten immer mehr Besucher Linderung bei Asthma, Heiserkeit, Pollenallergie und Schnupfen.

 

Das doppelwandige Gebäude ist 200 Jahre alt, 155 Meter lang, 18 Meter hoch und zwölf Meter Breit. Das Dach diente als Schutz vor Regenwasser, damit keine erneute Verwässerung erfolgen konnte. 

 

Von 2001 bis 2005 wurde das Gradierwerk grundlegend saniert.

Freunden des Bad Orber Gradierwerks e.V.

Auf der Internetseite des Vereins "Freunden des Bad Orber Gradierwerks e.V." findet sich viel Detailwissen zum Bauwerk.

 

 


Indoor Gradierwerk für Frostzeiten

Ein "Raum-Inhalatorium" in der historischen Lesehalle neben dem Gradierwerk ist ein Gradierwerk im Mini-Format, wo die Sole über Reisiggeflecht läfut und mit Ultraschall ein trockener Salznebel für die Lungen erzeugt wird. Es gibt Liegestühle und garantiert kein Frost. Die Preise sind hier mit weiteren infos veröffentlicht.


Indoor Gradierwerk